Pech
Ich hielt die sechs zurück und drängte sie hinter einen Baumstamm. "Also, wir spielen jetzt verstecken. Aber heute etwas anders. Diesmal verstecke ich mich. Ihr sucht zu sechst.", miaute ich und tippte jedem aufs Näschen. "Benutzt eure Instinkte. Hier gibt es noch mehr Katzen, aber sie sind sehr freundlich, habt also keine Furcht überall zu suchen", erklärte ich. Ich schluckte meinen Schmerz hinunter.
"Fertig?", fragte ich leise, versuchte die Tränen zurück zu halten. "Los gehts!", ich lief los zwischen die Schatten, schlich um die Versammlung herum, sodass meine Spuren zu den Clans führten. Ich sah zu den Clankatzen. Die Erzählungen behielten also Recht. Nun konnte ich nur noch hoffen. Tränen tropften von meinem Pelz zu Boden und ich holte zitternd Luft. "Stell dich nicht so an. Du weißt, dass sie sterben, wenn du sie nicht zu ihnen bringst", ermahnte ich mich selbst. Ich biss mir auf die Unterlippe, dann rannte ich los in die Schatten. Unter meinen Pfoten brachen einige Zweige, dann verschwand ich in der Dunkelheit. Meiner Kehle entrann sich ein Schluchzen. "Es ist besser so, es ist besser so, es ist besser so", redete ich auf mich ein, während ich immer weiter weg rannte, fort von meinen Jungen, die ich so sehr liebte, doch die in meiner Obhut zum Tode verurteilt waren